Theater Performance („Darstellendes Spiel“)

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

Seit über 25 Jahren bieten wir an unserer Schule in der Oberstufe und seit 2007 auch als Wahlpflichtfach das Fach Theater/Darstellendes Spiel mit großem Erfolg an.

Theater und Performance haben einen deutlichen Bezug zur zeitgenössischen Darstellenden Kunst und Theater ist daher vor allem als ein künstlerisches Fach zu verstehen.

Die SchülerInnen besuchen möglichst von Klasse sieben an die Theater-AG, in der 10. Klasse den Wahlpflichtkurs als Vorbereitungskurs für den Grundkurs.

Im Kurssystem werden größere und kleinere Projekte erarbeitet und nach Absprache einer Öffentlichkeit vorgestellt. Die Noten dieses Fachs gehen auch in die Abiturnote ein.  Das Fach kann für die 5. Prüfungskomponente ausgewählt werden.

In der Theater–AG bzw. im Wahlpflichtkurs werden die Grundlagen des Theaterspielens vermittelt. Hierzu gehören insbesondere die handwerkliche Ausbildung von Körper/Bewegung, Raumbewusstsein und Stimme/Sprechen auf der Bühne sowie Improvisation als Herangehensweise des künstlerischen Gestaltens. Leitfrage dabei ist: Was willst du künstlerisch mit welchen Mitteln ausdrücken/gestalten und wie macht man das zusammen mit anderen möglichst wirkungsvoll? (Ensemble)

Im Wahlpflichtkurs stehen in den letzten Jahren fächerübergreifende Projekte im 2. Schulhalbjahr im Mittelpunkt. In den Wahlpflichtfächern Kunst (Klasse 8), Musik (Klasse 9) und Theater wird an einem kursübergreifenden Thema gearbeitet.

In der Kursphase werden in der Regel zwei Inszenierungen erarbeitet und präsentiert. Das Fach ist damit das Einzige im Fächerkanon, das ausschließlich und ein ganzes Schuljahr lang (oder 3 Semester) mit der Projektmethode arbeitet.  In einem solchen Projekt, das z.B. die Realisierung oder Adaption einer Textvorlage oder die Entwicklung eines eigenen Stückes sein kann, kommt die Komplexität der künstlerischen Gestaltungsbereiche zum Tragen, die in Spezialteams gesondert erschlossen wird (Raumkonzept, Video, Regie, Musik…).

Die anderen Künste werden aktiv einbezogen.  So setzt die Erarbeitung einer eigenen Stückvorlage z.B. voraus, dass man eine genaue Dramaturgie entwickelt, beim Schreiben der Szenen an der Sprache feilt, aber auch prüft, wie das gesprochene Wort auf der Bühne wirkt.  Das Bühnenbild wird geplant und umgesetzt, Licht und Ton /Musik werden konzipiert und Werbung wird gestaltet.  Die eigentlich intensive Arbeit besteht darin, die Inszenierung „bühnenreif“ zu machen. Dazu werden auch Wochenendproben benötigt. Die Mühe wird aber immer spätestens bei der Aufführung vor Publikum belohnt. Entscheidend ist, dass sich jeder als verantwortlicher Teil eines Teams sieht, das ein gemeinsames Projekt realisiert. Denn Theater ist die Ensemblekunst schlechthin. 

Regelmäßige Besuche von Aufführungen –  bevorzugt des zeitgenössischen Theaters sowie des Schülertheaters anderer Berliner Schulen –  dienen dazu, Gestaltungsideen zu reflektieren und zu erweitern.

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