Theaterkritik von M. Geigenmüller, J. Norr, A. Shah und J. Weber

Was sind die Irrfahrten des Odysseus?

Die Klassen 7c und 7b waren am Montag den 05.10.2015 in der Tischlerei der Deutschen Oper, um ein modernes Musiktheaterstück des Theaters an der Parkaue zu sehen.

Das Theaterstück hieß „Die Irrfahrten des Odysseus“. Es waren wirklich Irrfahrten, nicht nur die des Odysseus, sondern auch in meinem Kopf. Hätte ich die Geschichte nicht gekannt, hätte ich nicht gewusst, worum es sich dreht.

 Das Stück wurde von vier Schauspielern gespielt, drei Männern und einer Frau. Die Frau ist beruflich Stimmperformerin und hat auch nur in manchen Szenen mitgespielt. Zudem gab es ein Orchester, das in den passenden Momenten Lieder gespielt hat. Am Anfang wurde ein Video von den griechischen Göttern gezeigt, wo sie sich überlegt haben, wer wen spielen soll. Dann wurde immer ein Scheinwerfer auf jeden einzelnen Schauspieler gerichtet. Derjenige, der im Scheinwerferlicht stand, hat sich dann vorgestellt. Die Rollen wurden zwischen den vier Schauspielern immer gewechselt. Das fand ich nach einer Weile sehr anstrengend. Den Odysseus hat man am Ritterhelm erkannt, den er auf dem Kopf trug. Die anderen haben die Mannschaft von Odysseus gespielt. Sie hatten Schilder umgehängt, auf denen stand, wie viele Männer der Mannschaft noch am Leben waren. Zwischendurch wurde Kunstnebel in den Raum gesprüht, davon habe ich leider Kopfschmerzen bekommen.

 Die Schauspieler haben mit Kameras gespielt, damit meine ich, dass sie in manchen Szenen vor drei Kameras getreten sind und dadurch manche Sachen anschaulicher gemacht haben. Das fand ich sehr interessant. Als sie z. B. die berühmte Szene mit dem Zyklopen gespielt haben, hat einer der Schauspieler als Höhle des einäugigen Riesen seine Mundhöhle benutzt und deswegen den Mund sperrangelweit aufgerissen, was ich sehr eklig fand.

 Das, was in die Kameras gesprochen wurde, wurde auf den Leinwänden, die wie Schiffssegel aussahen, hinter ihnen riesengroß abgebildet.

Das Ende war am unverständlichsten, denn es wurde eine runde weiße Scheibe ausgerollt, auf den Boden gelegt und mit Schwarzlicht bestrahlt. Etwas unpassend fand ich an dieser Stelle, dass die Schauspieler sich auf der Bühne die obere Schicht der Klamotten ausgezogen haben und dann in hautengen schwarzen T-Shirts und Leggings herumliefen. Außerdem haben sie sich schwarz-weiße Pappkostüme umgehängt. Die Stimmperformerin hat in dieser Szene auch mitgespielt und gleichzeitig gesungen. Erstens habe ich die Szene und zweitens den Gesang nicht verstanden.

Für mich hat sich der Theaterbesuch nicht gelohnt, weil mir das Stück zu modern war und ich deshalb nur die Hälfte verstanden habe! Anderseits hat es sich doch gelohnt. Jetzt weiß ich, dass ich modernes Musiktheater nicht sehr spannend finde.

M. Geigenmüller, J. Norr, A. Shah und J. Weber (Klasse 7c)