Ausführlicher: Das Motto "Andere Geschichte(n)"

Es geht einerseits darum, uns mit Geschehnissen der Vergangenheit zu beschäftigen, über die wir aus unterschiedlichen Gründen nicht so viel lernen und wissen, z.B. mit dem Deutschen Kolonialismus. Andererseits wollen wir die Geschichten von Menschen hören, die aufgrund unterschiedlicher Formen von Diskriminierung häufig nicht zu Wort kommen und nicht gehört werden, z.B. bei einem Stadtrundgang mit einer ehemals wohnungslosen Person. Gleichzeitig wollen wir uns damit beschäftigen, warum das so ist und wie wir selbst vielleicht etwas daran ändern können. Ein Beispiel wäre, dass manchmal Bezeichnungen für bestimmte Gruppen verwendet werden, die sie selbst nicht verwenden und die sie ablehnen. Diese Bezeichnungen findet man dann in Schülerzeitungen sowie auf Straßenschildern in Berlin.

Schülerzeitungen aus der Vergangenheit, z.B. aus den 60er Jahren, oder auch aus der Gegenwart und Berlins Stadtgeschichte sind zwei Themenfelder unserer AG-Arbeit.

Schülerzeitungen

Zum Beispiel schauen wir uns an, welche Rollenbilder von Mann und Frau in den 50er Jahren in Schülerzeitungen gezeigt wurden, fragen uns, was das mit Sexismus zu tun hat und wie wir heute in einer Schülerzeitung schreiben können, ohne diskriminierende Geschlechterklischees zu benutzen.

Stadtgeschichte

Wir haben z.B. einen Stadtrundgang mit Jugendlichen des Rroma-Informationscentrums gemacht, um mehr über den Porajmos – den Völkermord an den europäischen Roma während der NS-Zeit – und dessen Spuren im Berliner Stadtraum zu lernen. In diesem Zusammenhang haben wir uns auch mit Antiziganismus, also der Diskriminierung von Sinti und Roma, beschäftigt. Wir haben uns auch selbst gefragt: Was wissen wir? Wissen wir genug? Kennen oder haben wir selbst Vorurteile?